Magecart-Gruppenmissbrauch Google Tag Manager
Anmerkung der Redaktion: The following post is an excerpt of a full report by Gemini Advisory. To read the entire analysis, Klicken Sie hier to view the full report.
Gemini-Analysten haben seit dem 4. Februar 2021 316 E-Commerce-Seiten beobachtet, die von Magecart-Angriffen infiziert wurden und trojanierte Google Tag Manager (GTM)-Container einsetzen. Diese Angriffe fallen unter zwei Varianten: eine, bei der das bösartige E-Skimmer-Skript im Container eingebettet wird, und eine andere, die den Container nutzt, um das eigentliche E-Skimmer-Skript aus einer separaten Dual-Use-Domäne herunterzuladen. Die meisten Opfer beider Varianten waren US-basierte Seiten und nutzten die E-Commerce-Plattform Magento. Die Analyse der beiden Varianten legt nahe, dass für jede Variante unterschiedliche Magecart-Gruppen verantwortlich sind.
Dieses TTPs nutzt die Möglichkeit, JavaScript im GTM-Container zu platzieren. Der Missbrauch dieses legitimen Google-Dienstes ist besorgniserregend, da er Bedrohungsakteur kostenlose Infrastruktur bietet, auf der sie ihre Skripte hosten können, was ihre Fähigkeit verbessert, Erkennung zu vermeiden. Die Magecart-Akteure hinter diesen immer populärer werdenden Angriffen haben mindestens 88.000 Zahlungskartendaten dieser Angriffe auf den Darknet-Märkten veröffentlicht. Kleinere E-Commerce-Shops sind das häufigste Ziel, da ihnen oft die Ressourcen oder das Interesse fehlen, robuste Sicherheitssysteme zu entwerfen.
Der Wechsel zum E-Commerce aufgrund der COVID-19-Pandemie hat das Interesse an CNP-E-Skimming-Aktivitäten gesteigert. Mit zunehmender Aktivität steigt auch der Aufwand, Aktivitäten durch automatisierte Scanner und Sicherheitsforscher zu verschleiern. Die Nutzung eines seriösen Dienstes bietet eine hervorragende Gelegenheit, bösartige Skripte zu verbergen und so einen Fuß auf den betroffenen E-Commerce-Seiten zu sichern.
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